Verpackung

Geschenke nachhaltig verpacken: schön und ohne viel Abfall

· von Sandra Huber

Nach dem Auspacken bleiben oft Berge von Papier, Bändern und Klebestreifen zurück. Gerade an Weihnachten und Geburtstagen kommt so viel Abfall zusammen. Dabei lassen sich Geschenke auch nachhaltig und trotzdem liebevoll verpacken.

Stoff statt Papier

Die japanische Technik Furoshiki nutzt ein quadratisches Tuch, das kunstvoll um das Geschenk gebunden wird. Geeignet sind Halstücher, Geschirrtücher oder Stoffreste. Das Tuch wird Teil des Geschenks oder kann immer wieder verwendet werden.

Wiederverwenden, was da ist

  • Zeitungen und Magazine: bunte Seiten ergeben originelles Geschenkpapier.
  • Packpapier: aus Paketen aufbewahrt und mit Stempeln verziert.
  • Kartons und Schachteln: bemalt oder beklebt als Geschenkbox.
  • Gläser: für selbstgemachte Leckereien, Tee oder kleine Geschenke.
  • Kinderzeichnungen: als persönliches Geschenkpapier für Grosseltern.

Natürliche Dekoration

Statt Plastikbändern eignen sich Schnüre aus Baumwolle, Jute oder Bast. Ein Tannenzweig, ein getrocknetes Orangenstück, Zimtstangen oder eine Feder aus dem Garten ersetzen gekaufte Dekoration. Solche Elemente wirken natürlich und lassen sich kompostieren.

Papier richtig entsorgen

Nicht jedes Geschenkpapier gehört ins Altpapier. Beschichtete, glänzende oder metallisch bedruckte Papiere sowie Papier mit Klebeband sind oft nicht recyclebar. Hinweise zum Entsorgen und Konsumieren mit weniger Abfall bietet das Konsumentenforum kf. Im Zweifel gibt die Gemeinde Auskunft zur richtigen Entsorgung.

Verpackung als Teil des Geschenks

Besonders nachhaltig ist eine Verpackung, die weiterverwendet wird. Ein Weidenkorb, eine schöne Holzbox, eine Stofftasche oder eine Keksdose erfüllen nach dem Auspacken weiterhin einen Zweck. Bei gravierten Geschenken kann eine schlichte Box die Gravur sogar besser zur Geltung bringen als buntes Papier.

Kleine Gewohnheiten

Wer Geschenkpapier sorgfältig öffnet, kann es ein zweites Mal verwenden. Bänder und Schleifen lassen sich in einer Box sammeln. Mit der Zeit entsteht so ein kleiner Vorrat an Verpackungsmaterial, der Geld spart und Abfall vermeidet.

Eine weitere Möglichkeit ist der Verzicht auf jegliche Verpackung, wenn das Geschenk ohnehin in einer schönen Schachtel geliefert wird. Eine handgeschriebene Karte und eine einfache Schnur genügen dann vollkommen. Weniger kann hier tatsächlich mehr sein, für die Umwelt und für die Wirkung.

Fazit

Nachhaltig verpacken bedeutet nicht, auf Schönheit zu verzichten. Mit Stoff, Fundstücken aus dem Haushalt und Naturmaterialien entstehen Verpackungen mit Charakter. Und oft sorgt gerade die persönliche, selbst gestaltete Verpackung für ein Lächeln, noch bevor das Geschenk ausgepackt ist.